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Auf ein Wort: Jana Stöger

Nesthäkchen? Nicht mit Jana Stöger. Als jüngste Kandidaten beim regionalen Vorentscheid für Zentraleuropa nutzte sie ihr Alter zum Vorteil – und begegnete der Routine der anderen Nachwuchsköche mit einer ordentlichen Portion „Young blood spirit“. Mit Erfolg. Die 20-jährige Commis de Cuisine im „PIER 51 Restaurant & Bar“ überzeugte mit ihrem Können und qualifizierte sich für den „S.Pellegrino Award for Social Responsibility“. Was Jana Stöger am 23. September in Karlheinz Hausers „Hotel Süllberg“ so richtig zum Zittern gebracht hat? Das und noch mehr hat sie uns im Interview verraten.

ERSTE GLÜCKSMOMENTE UND EINE JURY, BEI DER ES EINEM (FAST) DIE SPRACHE VERSCHLÄGT

S.Pellegrino: Welcher Moment beim regionalen Vorentscheid war für dich am spannendsten, welcher am schönsten?

Jana Stöger: Am spannendsten waren die letzten 15 Minuten. Klappt wirklich alles? Bekomme ich alles auf meine Teller? Der schönste Moment war direkt nach der Präsentation, als der ganze Druck abgefallen ist und ich mich direkt mit dem ersten Atemzug danach unfassbar glücklich und erleichtert gefühlt habe, dass alles geklappt hat.

S.Pellegrino: Was war für dich die größere Herausforderung: das Kochen oder die Präsentation vor der Jury?

Jana Stöger: Definitiv die Präsentation! Mein Englisch ist nicht unbedingt das beste und dazu auch noch eine Präsentation vor so einer tollen Jury. Mein ganzer Körper hat gezittert vor Aufregung. Für Mailand wird es noch die ein oder andere Englischstunde geben.

Einer für alle, alle für einen

S.Pellegrino: Wie war die Atmosphäre unter den Kandidaten? Wart ihr Konkurrenten oder eher ein Team?

Jana Stöger: Die Atmosphäre unter uns war unglaublich. Am Abend davor haben wir uns kennengelernt und jeder war sehr nett, aufgeschlossen und unterstützend. Wir konnten alle zusammen lachen und hatten zwei wunderschöne und aufregende Tage in Hamburg. Während des Kochens war es so, als würden wir gerade für das A la Carte auf Hochtouren produzieren und vorbereiten. Jeder hatte seinen Signature Dish vor Augen.

S.Pellegrino: Hattest du das Gefühl, als jüngste Kandidaten im Nachteil zu sein?

Jana Stöger: Darüber hatte ich mir eigentlich bis zur Abendveranstaltung keine Gedanken gemacht, dafür war ich davor viel zu aufgeregt. Man kann es ja auch umdrehen und es zu einem großen Vorteil machen. Vielleicht habe ich noch nicht ganz so die Routine wie ältere Kollegen, aber dafür den Ehrgeiz und den „young blood spirit“, der das Probieren und Austesten in den Fokus stellt und so einiges möglich macht : )

Der größte Preis ist die Erfahrung

S.Pellegrino: Was ging dir durch den Kopf, als du von deiner Nominierung für den „S.Pellegrino Award for Social Responsibility“ erfahren hast?

Jana Stöger: Ich habe mich sehr gefreut! Und dachte nur „Neee, das gibt’s doch nicht“. Der größte Preis ist und bleibt trotzdem die Erfahrung, welche ich in der Vorbereitung und während des Wettbewerbs machen durfte und konnte.

S.Pellegrino: Welche Erfahrung konntest du für dich „mitnehmen“?

Jana Stöger: Ich konnte sehr viel aus den Probekochen mitnehmen. Organisation, Abläufe, was passt besser zusammen. Darin wurde ich auch sehr gut von meinem Mentor geschult. Außerdem reflektiert man ein Gericht auch ganz anders, wenn man sich so lange mit einem Dish auseinandersetzt, ihn immer weiter perfektioniert und sich alles um diesen einen Teller dreht. Auch eine spannende Erfahrung...

Aller guten Dinge sind zwei?

S.Pellegrino: Würdest Du Dich im Nachhinein nochmal für den S.Pellegrino Young Chef bewerben?

Jana Stöger: Ich würde sofort wieder mitmachen! Am liebsten mit allen anderen Young Chefs 2019 aus Zentraleuropa. Das S.Pellegrino-Team hat uns super betreut und uns eine wirklich einzigartige Möglichkeit gegeben, unseren Beruf und unser Können zu präsentieren.

Nächstes Jahr geht es am 8. und 9. Mai nach Italien zum Grand Finale. Und wer weiß, vielleicht kommt Jana dann sogar mit einer Trophäe zurück. Wir wünschen ihr viele tolle Erfahrungen. Vor allem drücken wir ihr die Daumen für den „S.Pellegrino Award for Social Responsibility“. Bis dahin klappt es ganz bestimmt auch noch besser mit dem Englisch – den nötigen Sieger-Spirit hat sie jedenfalls jetzt schon.

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