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Tischlein deck dich – Vier stilvolle Varianten

Teller, Besteck, Gläser, Servietten – alles steht bereit. Nun heißt es nur noch schnell den Tisch eindecken und die Freunde können zum gemeinsamen Frühstück kommen. Aber war die große Stoffserviette wirklich die richtige Wahl? Und welche Gläser gehören überhaupt auf die morgendliche Tafel? Es sind die kleinen Dinge, die zählen. Und hier gibt es beim Frühstück ganz andere Feinheiten als beispielsweise beim eleganten Dinner. Gemeinsam mit dem Online-Magazin SisterMAG haben wir die wichtigsten Tipps in vier „How to“-Videos für Sie zusammengefasst.

Variante 1: Frühstück – schlicht, aber besonders

Wie könnte man besser in den Tag starten als mit einem Frühstück? Noch besser wird die Stärkung am Morgen nur, wenn man sie gemeinsam mit guten Freunden oder der Familie genießt. Und dabei gilt: lockeres Ambiente mit stilvollen Akzenten.

Tischdecke, Servietten und Getränke

Eine weiße Tischdecke steht für Eleganz. Aber auch für besonders feine Anlässe. Bei einem Frühstück sollte das Ambiente aber vor allem eines sein: locker und entspannt. Dazu passen Platzsets hervorragend. Und auch die Servietten können ruhig aus Papier sein. Allerdings sollten Farbe und Muster auf den restlichen Look abgestimmt sein.

Saft servieren Sie am besten im Glas- oder Tonkrug. Plastikflasche oder Tetrapack gehören allenfalls in die Küche, nicht aber auf die Frühstückstafel. Ergänzt werden Saft und Heißgetränke, wie Kaffee oder Tee, durch Mineralwasser. Idealerweise bieten Sie Ihren Gästen sowohl stilles als auch Wasser mit Kohlensäure an.

Geschirr, Besteck, Dekoration

Beim Frühstück dreht sich alles um Wurst, Käse, Marmelade und Honig. Entsprechend glanzvoll darf man sie inszenieren. Zum Beispiel auf einer Schieferplatte oder in stylischen Schüsseln.

Das edle Tafelsilber muss es beim Frühstück nicht sein – das Besteck kann auch aus Edelstahl sein. Beim Eierlöffel ist sogar Kunststoff in Ordnung. In Sachen Tischdeko kommen Minimalisten ganz auf ihre Kosten. Laut Serviceknigge müssen beispielsweise keine frischen Blumen auf dem Tisch stehen. Und auch auf Kerzen kann verzichtet werden. Wer dennoch einen kleinen Lichtschimmer haben möchte, der ist mit Teelichtern gut beraten.

Klingt nach jeder Menge Aufwand? In Wirklichkeit sind es nur wenige Handgriffe. Unser Video zeigt Schritt für Schritt, wie es geht:

Variante 2: Kaffeekränzchen mit dem gewissen Etwas

Nichts geht am Nachmittag über ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee. Warum daraus nicht ein gemeinsames Erlebnis machen? Nicht nur zu Geburts- und Feiertagen ist das eine tolle Gelegenheit, um Freunde oder Familie einzuladen.

Getränke, Gebäck, Geschirr

Vorbereitung ist alles. Am besten klären Sie vorab, mit welchen Heißgetränken Sie Ihren Gästen eine Freude machen können. Denn zu einem Latte Macciato passen beispielsweise Kekse besser als Torte. Tipp: Beim Kauf des Gebäcks auf stabile Verpackungen achten. So kann man sicher sein, dass die Kekse beim Transport nicht brechen.

Wer es besonders stilvoll mag, der richtet das Gebäck auf einem eleganten Teller an. Kuchen zieht auf einer erhöhten Tortenplatte alle Blicke auf sich. Einzelne Kuchenstücke wirken hingegen auf einer Etagere besonders gut.

Besteck, Tischdecke, Dekoration

Bei Keksen greift man gerne zu. Und das geht in diesem Fall am besten direkt mit den Händen. Auf Besteck kann man bei der Kaffeetafel gerne verzichten. Einzige Ausnahme: kleine Löffel für Milch und Zucker. Diese sollten entweder auf der Untertasse oder über dem Teller liegen.

Bei Großmutter ist es zwar Pflicht, aber im Serviceknigge ist eine Tischdecke kein Muss. Und auch in Sachen Dekoration hat der Gastgeber freie Hand. Bei Cupcakes oder Macarons darf es gerne etwas romantischer zugehen.

Alle Schritte für eine elegante Kaffeetafel gibt es in unserem Video:

Variante 3: Legeres Dinner – Vieles kann, wenig muss

Dinner ist nicht gleich Dinner. Anstelle der edlen Variante bevorzugen manche eher ein legeres Abendessen. Und auch hier kann man mit kleinen Details eine große Wirkung erzielen.

Platzsets, Servietten, Dekoration

Die weiße Tischdecke kann hier im Schrank bleiben. Stattdessen liegen Sie mit Platzsets goldrichtig. Bei einem besonders schönen Tisch kann sie auch wegbleiben. Ob frische Blumen, Blumengesteck oder saisonale Dekoration – erlaubt ist, was gefällt. Wer es etwas klassischer mag, kann mit einer Stoffserviette tolle Akzente setzen. Hierfür am besten ein kleineres Format (30 x 30 cm) wählen.

Für ein angenehmes Licht sorgen eine Stabkerze, Teelichter oder Schwimmkerzen. Je nach sonstigem Look und Ambiente können hierfür auch getöpferte Kerzenhalter oder sogar ein Flohmarktfundstück dem Tisch einen besonderen Charme verleihen.

Getränke und Besteck

Ob fein oder leger, er gehört zu jedem Dinner: Wein. Die richtige Sorte kann die Aromen der Speisen noch besser zur Geltung bringen. Je nach Wein sollten zudem die entsprechenden Gläser eingedeckt werden.

Auch alkoholfreie Getränke spielen beim Dinner eine immer wichtigere Rolle. Neben Mineralwasser kann man weitere Varianten anbieten. Beispielsweise einen alkoholfreien Cocktail, der gut zum Essen passt. Eine besondere Geste, die Ihre Gäste zu schätzen wissen werden.

Beim Besteck heißt es vorab: Kräftig polieren. Und auch die Messer sollten gegebenenfalls noch einmal geschärft werden. Dabei muss jedoch nicht gleich der gesamte Messer- und Gabelvorrat auf Hochglanz gebracht werden. Denn für Vorspeise und Hauptgang darf das gleiche Besteck benutzt werden.

Wie aus einem Tisch eine legere Dinnertafel wird? Alle Details im Schnelldurchlauf:

Variante 4: Fine Dining – Die hohe (Tisch)Kunst

Dresscode Black Tie – jetzt wird es richtig elegant. Beim Fine Dining gilt es, richtig in die Vollen zu gehen und seine Gäste zu beeindrucken.

Tischdecke und Servietten

Zu allererst heißt es: Platz schaffen. Mindestens 60 bis 70 cm pro Gast. Immerhin kann ein solcher Abend bis zu mehreren Stunden dauern. Da sollten alle bequem sitzen. Als nächstes kommt die Tischdecke – bei einem feinen Dinner ein unverzichtbares Element. Und auch die Stoffserviette hat hier ihren großen Auftritt. Buchstäblich. Denn diese sollte mindestens 40 x 40 cm sein. Besser noch 50 x 50 cm. Ob Sie die Servietten falten, bleibt Ihnen als Gastgeber überlassen. Auf einen Serviettenring verzichtet man aber komplett.

Besteck und Geschirr

Weiter geht es mit dem Besteck. Dieses einfach in der Reihenfolge der Gänge von außen nach innen eindecken. Das heißt: Ganz außen liegt das Besteck für die Vorspeise, dann folgt das für den Zwischengang und immer so weiter. Das Dessertbesteck bekommt einen besonderen Platz: Es liegt oberhalb des Tellers parallel zur Tischkante.

Neben Platztellern ist ein Brotteller unverzichtbar. Das Brotmesser ist hingegen inzwischen nicht mehr üblich. Ganz im Gegensatz zu: Salz und Pfeffer. Diese gehören schön angerichtet auf die Tafel. Pfeffer kommt am besten in einer Mühle zur Geltung. Salz kann in einem Schälchen mit Löffel gereicht werden.

Gläser und Dekoration

Wie sieht es mit den Gläsern aus? Auch hier etwas üppiger als in den anderen drei Varianten. Das Wasserglas sollte in einer gedachten Linie mit dem Messer platziert werden. Hinzu kommen ein Weiß- und ein Rotweinglas.

Auch frische Blumen oder ein Gesteck gehören auf die Dinnertafel. Tipp: Immer Blumen wählen, die kaum oder gar nicht duften. Sie könnten sonst Geruch und Geschmack der Speisen überlagern. Außerdem wichtig: Die Blumen sollten nicht die Sicht auf das Gegenüber versperren – denn sonst käme sicher auch das Gespräch schnell ins Stocken.

Gastgeschenke

Gut zu wissen: Bei einem feinen Dinner sind Gastgeschenke gang und gäbe. Ganz üblich sind dabei Blumen. Es empfiehlt sich, also vorab ausreichend Vasen bereit zu stellen. Die Sträuße sollten dann beim Essen zwar sichtbar sein, sie gehören allerdings nicht auf den Esstisch. Eine Viertelstunde bevor die Gäste eintreffen, können Sie die Kerzen anzünden. Genug Zeit, damit der Rauchgeruch verfliegt – und die Gäste nur von den intensiven Aromen des späteren Menüs empfangen werden.

Viele Feinheiten, die es zu beachten gilt. Mit unserem „How to“-Video haben Sie alle Details im Blick:

Noch mehr Themen rund um den perfekten Gastgeber haben wir hier zusammengestellt.

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