09/09/26
Das ist unsere Jury für den deutsch-österreichischen Vorentscheid 2026
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Zehn junge Teilnehmer:innen kochen am 27.Oktober 2026 um den Titel des besten Nachwuchskochtalents in Deutschland und Österreich. Welches Kochtalent gewinnt, entscheidet eine hochkarätige Jury aus Christian Bau (Victor’s Fine Dining by Christian Bau, 3 Sterne), Andreas Krolik (Restaurant Lafleur Relais & Châteaux, 2 Sterne), Julia A. Leitner (CODA, 2 Sterne), Martin Stopp (ATAMA by Martin Stopp, 2 Sterne) und Nathalie Leblond (Restaurant Les Deux, 1 Stern). Die Spitzenköch:innen halten zusammen aktuell 10 Michelin-Sterne.
Christian Bau gilt als einer der konstantesten und erfolgreichsten Spitzenköche der Welt. Immer wieder überzeugt er mit seiner französisch-japanischen Küche. Seit 2005 hält er mit seinem Restaurant Victor’s Fine Dining by Christian Bau drei Michelin-Sterne. Der Gault & Millau kürte ihn zum „Koch des Jahres 2018“. Ebenfalls 2018 erhielt Christian Bau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz als „Kulinarischer Botschafter Deutschlands“. 2019 ernannte ihn das japanische Landwirtschaftsministerium zum „Japanese Cuisine Goodwill Ambassador“.
Andreas Krolik entwickelte bereits als Kind ein starkes Bewusstsein für Saisonalität und Regionalität. Heute beschreibt er seinen Stil als zeitgemäße Klassik kombiniert mit mediterranen Aspekten und regionalen Produkten. Er gilt gleichermaßen als ein Vorreiter der pflanzenbasierten Sterneküche und als großer Fischexperte. Andreas Krolik ist seit 2014 durchgängig ein Zwei-Sterne-Koch. Seit 2015 ist er Chefkoch des Restaurants Lafleur Relais & Châteaux in Frankfurt am Main.
Julia A. Leitner zählt zu den spannendsten Persönlichkeiten der modernen Dessert- und Fine-Dining-Szene. Als Head Chef des Berliner Zwei-Sterne-Restaurants CODA verbindet sie Patisserie, kreative Aromatik und moderne Küche zu einem eigenständigen Stil. Die gebürtige Oberösterreicherin prägt mit ihrer innovativen Handschrift maßgeblich die internationale Dessert-Dining-Bewegung.
Martin Stopp traf mit seinem ATAMA by Martin Stopp direkt ins Volle. Auf Anhieb erkochte er sich mit dem 2025 eröffneten Restaurant zwei Michelin-Sterne und erhielt den Titel fürs „Opening of the Year“. Sein Erfolgsrezept: eine Mischung aus Spitzenküche, lockerer Atmosphäre und viel Gastfreundschaft. Auf seinem Weg zum eigenen Restaurant arbeitete Martin Stopp unter anderem unter Sternekoch Klaus Erfort. Außerdem sammelte er Erfahrungen in den Schweizer Sternerestaurants „Stucki Bruderholz“ in Basel und „Wirtschaft zum Wiesengrund“ in Zürich.
Nathalie Leblond steht für moderne französische Spitzenküche mit Präzision, Leichtigkeit und feinem Gespür für Aromen. Die gebürtige Nürnbergerin sammelte Erfahrungen bei Spitzenköchen wie Jan Hartwig und Dirk Luther, bevor sie 2021 Küchenchefin im Münchner Sternerestaurant Les Deux wurde. Dort verteidigt sie seither erfolgreich einen Michelin-Stern.
Drei Kriterien im Jury-Fokus
Die Juror:innen bewerten das sogenannte Signature Dish. Dieses Gericht hat jede:r Teilnehmer:in bei seiner/ihrer Bewerbung eingereicht. Es ist ein vom Kochtalent gewähltes Gericht, das die eigene kulinarische Handschrift trägt und das Kochtalent repräsentiert. Beim Signature Dish achten die Juror:innen auf drei wichtige Kriterien:
Technische Fähigkeiten: Technische Fähigkeiten und Kompetenzen in allen Phasen der Verarbeitung der ausgewählten Komponenten (Auswahl der Zutaten, Verarbeitung der Zutaten, Kochtechniken, Rezeptur, Nachhaltigkeit der Reste-Verwertung)
Kreativität: Fähigkeit, die eigene Kochphilosophie in einem Rezept zusammenzufassen. Fähigkeit, die eigene Erfahrung, das eigene Wissen und die eigenen beruflichen Fertigkeiten auf eindeutige und innovative Weise zu definieren sowie neue, anregende und innovative Perspektiven mit einem persönlichen und zeitgemäßen Stil zu erkunden und dabei ein perfektes Gleichgewicht zwischen Geschmack und Aussehen zu wahren.
Persönliche Überzeugung: Hier bringen die Kochtalente zum Ausdruck, wer sie heute sind und wer sie in Zukunft sein möchten. Das Gericht sollte über ein gut umgesetztes Rezept hinausgehen und die Werte, Absichten und das Verantwortungsbewusstsein des Kochs gegenüber der Zukunft der Gastronomie widerspiegeln und so eine klare kulinarische Identität vermitteln.