08/09/26
Diese zehn Talente treten beim Vorentscheid 2026 gegeneinander an
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Wie schmeckt die Spitzengastronomie von morgen?
Diese zehn jungen Kochtalente aus Deutschland und Österreich zeigen bei der S.Pellegrino Young Chef Academy Competition ihre Vision von der Küche der Zukunft.
Mexikanische Aromen treffen auf deutschen Spargel, vietnamesische Erinnerungen auf europäische Spitzengastronomie: S.Pellegrino hat die zehn jungen Köch:innen aus Deutschland und Österreich bekanntgegeben, die beim regionalen Vorentscheid der S.Pellegrino Young Chef Academy Competition antreten werden. Was dort auf den Teller kommt? Sprichwörtlich die Zukunft der Spitzengastronomie.
Die S.Pellegrino Young Chef Academy sucht alle zwei Jahre die besten jungen Kochtalente aus aller Welt. Ein globaler Wettbewerb, der in 15 Weltregionen abgehalten wird. Jede Region veranstaltet einen Vorentscheid, bevor es dann für die Gewinner:innen ins Weltfinale nach Mailand geht.
Jetzt wurden für die Region „Central Europe“ – die aus Deutschland und Österreich besteht – die zehn Teilnehmer:innen für den Vorentscheid bekanntgegeben. Sie alle hatten ganz persönliche Signature Dishes eingereicht. Diese wurden in Italien von der ALMA, einer renommierten Ausbildungseinrichtung für Köch:innen, bewertet.
Warum S.Pellegrino junge Talente fördert
S.Pellegrino hat die Academy ins Leben gerufen, weil Gastronomie mehr kann, als Genuss zu schaffen: Sie kann Menschen und Kulturen verbinden, verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln sichtbar machen und neue Ideen für die Zukunft anstoßen. Die Academy vernetzt junge Köch:innen mit renommierten Profis, begleitet sie auf ihrem Weg und gibt ihren kulinarischen Handschriften eine internationale Bühne.
Zehn Gerichte, zehn persönliche Geschichten
Was dabei auf den Teller kommt, ist so unterschiedlich wie die Lebenswege der Teilnehmer:innen: Es geht um Heimat und Neuanfang, um Erinnerungen, Nachhaltigkeit und die Frage, wie Tradition zeitgemäß weiterleben kann. Diese zehn Talente treten im Vorentscheid an:
Nicolas Dekimpe: Sein „Nomadic Chef, The Taste of Becoming“ erzählt mit der Langustine als rotem Faden von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. „Ich glaube, dass die Zukunft der Küche eher in Klarheit als in Komplexität liegt.“
Nouri Abou Alchaar: Mit „Lamb Journey“ verbindet er seine persönliche Geschichte mit syrischen Aromen, japanischen Einflüssen und modernen Techniken. Das Gericht führt von den Erfahrungen des Krieges hin zu Hoffnung und Erneuerung.
Julia Weindl: In „Das Heukalb“ verarbeitet die Augsburgerin bewusst Kalbskopf und verbindet Heimatverbundenheit mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. „Für mich besteht die Zukunft der Küche darin, den Lebensmitteln mit Respekt entgegenzutreten und alles zu verwenden.“
Kateryna Boniakevych: Ihr Signature Dish bringt ukrainische Traditionen mit dem wilden, erdigen Charakter deutscher Wälder zusammen. Damit erzählt sie von ihren Wurzeln, ihrem Leben in Deutschland und ihrer kulinarischen Zukunft.
Do Van Dong: „Pigeon, Plum & Vietnamese Memory“ schlägt eine Brücke zwischen vietnamesischer Küche und europäischer Spitzengastronomie. Klassische Techniken treffen dabei auf charakteristische vietnamesische Gewürze.
Catharina Feuchtmayr: Mit „Last Generation?“ interpretiert sie die traditionelle Wirtshausküche neu. Ihr Gericht steht für Handwerk, Heimat, Nachhaltigkeit und die Frage, wie kulinarische Traditionen weiterleben können.
Bernhard Hirschbeck: In „Venison, Apricot, Shiitake, Jerusalem Artichoke“ verbindet der Steirer saisonale Produkte aus Österreich mit französischen Techniken und asiatischen Akzenten. Im Mittelpunkt steht Wild als regionales und nachhaltiges Lebensmittel.
David Zavala: „Achiote in Motion“ zeigt, wie sich mexikanische Küche weiterentwickeln kann, ohne ihre Seele zu verlieren. Dafür setzt er auf Mais, Achiote und präzise aufeinander abgestimmte Saucen.
Theodosios Melidis: Sein „Choriatiki 8.0 meets Greek-Swabian Surf and Turf“ bringt griechische Aromen und schwäbische Präzision auf einen Teller. Das Gericht übersetzt Identität, Tradition und Erinnerung in eine zeitgemäße Form.
Joel Adolfo Poot Rosado: Mit „Dos Mundos, un Campo“ verbindet er seine kulinarischen Prägungen aus Deutschland und Mexiko. Weißer Spargel, Hoja Santa, Kürbiskerne, Mais und Senf schaffen ein gemeinsames kulinarisches Feld.
Zehn Michelin-Sterne am Jurorentisch
Über den Einzug ins internationale Finale entscheidet geballte Spitzenküchenkompetenz: Christian Bau (Victor’s Fine Dining), Andreas Krolik (Lafleur), Julia A. Leitner (CODA), Martin Stopp (ATAMA) und Nathalie Leblond (Les Deux).
Die fünf Spitzenköchinnen und -köche stehen für unterschiedliche kulinarische Perspektiven – von französisch-japanischer Küche über klassisches Fine Dining bis zur modernen Patisserie. Bewertet werden technisches Können, Kreativität und die persönliche Haltung, die hinter dem Signature Dish steht.